Montag, 13. November 2000 Die deutschen Herren haben den Traum wahr gemacht und mit einem 2.5-1.5 gegen England die Silbermedaille bei der Schacholympiade in Istanbul geholt. Jussupow und Hübner erkämpften sich ihr Remis gegen das englische Spitzendoppel Michael Adams und Nigel Short und C.Lutz spielte ebenso remis gegen John Emms an Brett 4. Den entscheidenden Punkt holte einmal mehr Rustem Dautov gegen Julian Hodgson. Dautov gewann damit den dritten Preis in der Einzelwertung für das dritte Brett. Russland begnügte sich gegen Georgien mit einem 2-2 und konnte damit die Goldmedaille einfahren. Bei den Herren erzielten A.Jussupow (ELO 2610) mit 2783 und R.Dautov (ELO 2603) mit 2776 fanatstische Ratings und liegen auf den Plätzen 4 und 5 der Ratingtabelle hinter Morozewich (RUS 2803), Topalov (BUL 2797) und Ponomariov (UKR 2785). Auch Hübner übertraf seine derzeitige Elozahl um fast 60 Punkte. Ratingtabelle Herren Der Endstand bei den Herren: 1.Russland 38.0 2.Deutschland 37.0 3.Ukraine 35.5 4.Ungarn 35.5 Schlusstabelle Herren Die deutschen Damen teilten die Punkte mit dem russischen Team und schafften damit einen guten achten Platz im Schlusstableau. K.Kachiani-Gersinska gewann ihre Partie an Brett 1, E.Pähtz remisierte und wird sich sehr über ihre GM-Norm freuen, die schon nach der vorletzten Runde festgestanden hatte. A.Koglin konnte ihre Stellung an Brett 3 nicht halten und komplettiert damit das Ergebnis. Der Endstand bei den Damen: 1.China 32.0 2.Georgien 31.0 3.Russland 28.0 Schlusstabelle Damen | Ratingtabelle Damen Homepage mit Livegames und Ergebnisdienst
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Herren weiterhin auf Medaillenkurs Samstag, 11. November 2000 Beide deutsche Teams konnten am Freitag bei der Schacholympiade ihre Matches siegreich gestalten. Den deutschen Damen gelang ein 2-1 gegen die Niederlande und die Herren besiegten das Team von Bosnien-Herzegowina mit 2.5-1.5. Bei den Damen sorgten Siege von K.Kachiani-Gersinska und E.Pähtz für die zwei entscheidenden Punkte. Das deutsche Team liegt nun bei 23.5 Punkten zugleich mit Ungarn und Kuba auf Platz 8-10 der Tabelle hinter drei anderen Mannschaften mit 24 Zählern, die mit ein wenig Fortune durchaus noch einzuholen sein dürften. Die Herren konnten sich gegen einen mit P.Nikolic, I.Sokolov, B.Kurajica und E.Dizdarevic stark besetzten Gegner durchsetzen. Den entscheidenden Treffer setzte Dautov gegen Kurajica bei drei Remispartien von Jussupow, Hübner und Luther. Da sich Russland gegen England mit einem vorher vereinbarten 2-2 begnügte, konnten die deutsche Equipe den Rückstand auf 1.5 Punkte verkürzen und liegt nun mit 34.5 Punkten hinter Russland mit 36, aber mit einem ganzen Punkt Vorsprung vor Ungarn mit 33.5 Brettzählern. Der nächste Gegner könnte England heissen. Hier könnte ein Sieg schon vorentscheidend für einen Platz auf dem Treppchen sein. Nach dem heutigen Ruhetag steigt die nächste Bewährungsprobe am Sonntag,den 12.11. |
Freitag, 10. November 2000 Die Herren Russlands schleichen sich auf leisen Sohlen davon. Mit dem gestrigen 3.5-0.5 gegen Armenien konnten Sie ihre Führung in der Tabelle ausbauen. Sensationell ist weiterhin das Abschneiden der deutschen Mannschaft. Wurde am Mittwoch gegen Bulgarien noch mit 1.5-2.5 durch drei Remispartien von Hübner (gegen Topalov), Lutz und Bischoff und eine Niederlage von Dautov verloren, so konnten gestern die USA mit 3-1 bezwungen werden. Jussupow gelang am Spitzenbrett ein Sieg gegen Seirawan und auch Hübhner konnte wieder einmal punkten und Boris Gulko bezwingen. Zwei Unentschieden von Lutz und Bischoff rundeten den schönen Erfolg ab. Das deutsche Team steht nun weiter auf Platz 2 der Tabelle mit 32 Punten hinter Russland mit 34, aber vor Ungarn und der Ukraine mit 30.5 Brettzählern. Da ein Grossteil der möglichen Spitzenpaarungen schon gespielt sind, wird es in den kommenden Tagen darauf ankommen, sich gegen schwächere Teams keine Blösse zu geben und fleissig Brettpunkte zu sammeln. Die deutschen Damen kamen am Mittwoch zu einem sauberen 3-0 gegen Österreich, mussten jedoch gestern gegen China antreten. Leider ging der Kampf mit 1-2 verloren, jedoch konnten Kachiani-Gersinka gegen Xie und E.Pähtz gegen Xu nicht unbedingt erwartete Remisen einfahren. Das deutsche Team liegt nun auf Platz 10 der Tabelle und muss nun gegen die Niederlande antreten. |
Mittwoch, 8. November 2000 Die deutschen Herren setzten ihre Erfolgsserie in Istanbul nach dem Stolperer gegen die Ukraine mit einem 2.5-1.5 gegen Armenien fort. Artur Jussupow gelang ein schöner Mattangriff mit Schwarz gegen den Schrecken der Bundesliga Rafael Waganjan und Dautov konnte S.Lputian in einer abwechslungsreichen Partie niederhalten. Ein Remis von C.Lutz an Brett 3 und eine Niederlage von Thomas Luther am vierten Brett machten das Ergebnis komplett. Während die anderen führenden Mannschaften vorwiegend für das deutsche Team spielten, konnte Russland Rumänien mit 4-0 nach Hause schicken und die Tabellenführung mit 28 Brettpunkten vor Deutschland mit 27.5 und der Ukraine mit 27 Punkten übernehmen. Die Paarungen des heutigen Tages lauten Russland gegen die Ukraine und Deutschland gegen Bulgarien, wobei der bislang sehr stark agierende A.Jussupow einen Pausentag bekommt und R.Hübner gegen den Weltklassemann Topalov antreten muss. Unabhängig vom Ausgang dieser Partie werden wohl die unteren Bretter entscheidend sein. Die deutschen Damen konnten Moldawien mit 2-1 besiegen. Hier gab der Sieg von E.Pähtz am zweiten Brett gegenüber zwei Remisausgängen an den Brettern eins und drei den Ausschlag zugunsten des deutschen Teams. Die deutschen Damen konnten sich damit auf den 14.Platz vorarbeiten und erwarten am heutigen Mittwoch mit Österreich eine lösbare Aufgabe. |
Montag, 6. November 2000 Heute musste sich die deutsche Herrenmannschaft bei der Schacholympiade in Istanbul erstmals geschlagen geben. Jussupow gelang es zwar an Brett 1 dem Weltstar V.Iwantschuk ein Remis abzutrotzen, doch stand den Remispartien an Brett 3 und 4 von Dautow und Bischoff eine Niederlage Robert Hübners gegen das ukrainische Supertalent R.Ponomariov gegenüber. Da jedoch auch die Russen mit 1.5-2.5 gegen Bulgarien den Kürzeren zogen, behauptet das deutsche Team mit 25 Brettpunkten knapp die geteilte Tabellenspitze zusammen mit Armenien vor der Ukraine mit 24.5, sowie Russland und Bulgarien mit je 24 Punkten. In der nächsten Runde wartet Armenien auf die deutschen Herren. An den Vortagen gab es am Samstag ein 2-2 gegen die Slowakei und am Sonntag einen schön herausgespielten 3-1 Sieg gegen die Niederlande. Die deutschen Damen dümpeln weiter im Mittelfeld auf Platz 18 herum. Sie erreichten dreimal ein 1.5-1.5 gegen Polen, Jugoslawien und Indien und treten ziemlich auf der Stelle. Bleibt zu hoffen, dass es in den nächsten Tagen in der Tabelle nach oben geht.Gelegenheit dazu bietet der Kampf gegen Moldawien am Dienstag. Vorne in der Tabelle kämpfen China und Georgien um die Spitze. China trifft auf die Ukraine und Georgien auf Rumänien. |
Freitag, 3. November 2000 Mit einem Remis in der 15. Partie konnte Kramnik seinen Score auf 8.5 Punkte ausbauen und den Wettkampf gegen G. Kasparow endgültig für sich entscheiden. Damit erhält er 2/3 des Preisfonds von $2.000.000 und ist der neue Weltmeister nach der Version Kasparows... Die 15.Partie verlief noch einmal spannend und sah Kasparow mit weisser Initiative gegen den stoisch ruhigen Verteidigungskünstler Kramnik, der wieder einmal alle gefährlichen Klippen umschiffte und zu seinem entscheidenden Remis kam. Die Partie 16 muss laut Reglement noch gespielt werden, lässt allerdings keine Wunderdinge mehr erwarten. Partie 15 zum Nachspielen | Homepage bei TWIC | braingames.net (live) | Kasparovchess |
Freitag, 3. November 2000 Das deutsche Herrenteam konnte bei der Schacholympiade in Istanbul auch von der russischen Mannschaft nicht bezwungen werden. Der Kampf endete nach vier spannenden Partien 2-2. Die Paarungen lauteten Khalifman-Jussupow, Dautov-Swidler, Sakaev-Lutz und Luther-Grischuk und endeten alle mit einer Punkteteilung. Dadurch verteidigten die deutschen Herren die Führung mit 18.5 Punkten, verfolgt von Russland (17.5), der Slowakei (17) und Ungarn (16.5). Nach dem Ruhetag heisst der Gegner am 04.11. Slowakei. Die deutschen Damen erzielten gegen Spanien ein 1.5-1.5 Unentschieden. K. Kachiani-Gersinska, der Schrecken der Bundesliga, unterlag in einer recht einseitigen Partie gegen M. Calzetta. Zum Sieg von A. Koglin gegen Timon-Piote gesellte sich ein Remis der deutschen Schachhoffnung E. Pähtz gegen G. Nieves. Das deutsche Team liegt nun auf Platz 16 und trifft in der nächsten Runde auf die Damen Polens. Es führt China vor Georgien, Moldawien und der Ukraine. |
Donnerstag, 2. November 2000 Die deutschen Herren sind auf dem Vormarsch und liessen ihren beiden Auftaktsiegen ein 3-1 gegen Moldawien, ein sensationelles 3-1 gegen Ungarn und wiederum das gleiche Ergebnis gegen Israel folgen. Die Ungarn traten mit Peter Leko, Zoltan Almasi, Judit Polgar und dem Veteran Lajos Portisch an und konnten durch Remisen von Jussupow an Brett 1 und Hübner an Brett 2, sowie Siegen von Dautov und Luther an den Brettern 3 und 4 auch in dieser Höhe überraschend geschlagen werden. Auch Israel mit Gelfand und Smirin an den beiden ersten Brettern konnte das deutsche Team nicht aufhalten. Heute steigt der grosse Kampf gegen Russland mit Khalifman, Svidler, Sakaev und Grischuk. Die deutschen Damen konnten sich fangen und Südafrika mit 2.5-0.5 schlagen. Es folgten noch ein 2-1 Sieg gegen Turkmenistan, sowie ein 2.5-0.5 Erfolg gegen Australien, mit dem die deutschen Damen Anschluss an die Spitzengruppe erhielten. Heute heisst der Gegner Spanien. |
Mittwoch, 1. November 2000 Auch die 14.Partie des Wettkampfes in London endete mit einem Remis. In der Partie, die wegen eines Wassereinbruchs durch Schlechtwetter mit halbstündiger Verspätung begonnen hatte gelang es Kasparow mit Schwarz im Englischen Doppelfianchetto eine angenehme Position aufzubauen. In der Folge opferte Kramnik einen Damenflügelbauern für Initiative, die jedoch kein ausreichendes Äquivalent für das Investment brachte. So behielt der Champion seinen Mehrbauern mit Gewinnchancen, liess jedoch später eine Abwicklung zu, welche alle verbleibenden Bauern im Turmendspiel auf dem Königsflügel verbleiben liess. Trotz harten Kampfes konnte Kramnik die Stellung mit der ihm innewohnenden Akribie und Konzentration halten. Nach diesem erneuten Remis fehlt dem Herausforderer nun nur noch ein halber Punkt zum Matchgewinn. Partie 14 zum Nachspielen | Homepage bei TWIC | braingames.net (live) | Kasparovchess |
Montag, 30. Oktober 2000 Im Schatten der grossen Wettkampfes in London begann am 28.10. die Schacholympiade in Istanbul. Hier messen die Schachnationen dieser Welt ihre Kräfte in der Zeit vom 28.10.-12.11.00. Die deutschen Herren hatten einen leichten Auftakt und konnten am ersten Tag Paraguay klar 4-0 besiegen. Am Sonntag gelang ein ebenso ungefährdeter 3.5-0.5 Sieg gegen Aserbaidschan. Heute um 15:00 Ortszeit beginnt in Istanbul die dritte Runde in der das deutsche Team auf Moldawien treffen wird. Da auch diese Aufgabe lösbar erscheint, wird es wohl erst in den nächsten Tagen spannend für die deutsche Herrenequipe. Die deutschen Damen sind erfolgreich mit einem 2.5-0.5 gegen Schottland in das Turnier gestartet, mussten jedoch am Sonntag gegen die USA eine herbe 0-3 Schlappe hinnehmen. Gegen Südafrika erhalten sie heute Gelegenheit sich wieder nach oben zu arbeiten.
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Sonntag, 29. Oktober 2000 Der Adler scheint das Fliegen verlernt zu haben... Erneut sah sich Kasparow mit den weissen Steinen der Berliner Verteidigung in der Spanischen Partie gegenüber. Erneut scheiterten seine Versuche dem damenlosen Mittelspiel seinen Stempel aufzudrücken. Es scheint, als sei es Kramnik durch seine exzellente schachliche und psychologische Vorbereitung gelungen dem Meister den Schneid abzukaufen. Kasparow wirkt kraft- und ideenlos; ob er noch einmal zurückfighten kann ist leider zweifelhaft. Vielleicht geht in London eine Ära zu Ende... Partie 13 zum Nachspielen | Homepage bei TWIC | Liveübertragung bei braingames.net |
Samstag, 28. Oktober 2000 Die zwölfte Partie zwischen den beiden derzeit stärksten Spielern der Welt endete nach einem umkämpften Zeitnotduell remis. Kramniks weisse Neuerung im Nimzoindischen System brachte ihm für den Bauern eine interessante Initiative am Königsflügel, die ihm jedoch nicht ausreichend erschien. Während er sein Spiel auf die Damenseite zurückverlagerte, gelang es Kasparow seinen Mehrbauern zu festigen. In der abschliessenden Phase beidseitiger Zeitnot gelang es Kramnik in eine Remisstellung abzuwickeln. Nach Meinung der Experten hatte Kasparow eindeutig Gewinnchancen. Es wäre jedoch interessant gewesen zu sehen, wie Kasparow bei knapper Zeit auf einen weiteren Angriff am Königsflügel reagiert hätte, auch wenn dieser womöglich nicht ganz korrekt gewesen wäre. So muss er sich auf die 13.Partie verlassen, in der er wieder die weissen Steine führt. Vielleicht gelingt es ihm diesmal endlich, Kramnik in der Vorbereitung zu überraschen. Partie 12 zum Nachspielen | Homepage bei TWIC | Liveübertragung bei braingames.net |
Freitag, 27. Oktober 2000 Die elfte Partie in London verlief sehr spannend. Wieder trugen die Kontrahenten ihren Kampf in der spanischen Partie aus. Kramnik wählte die strategisch und taktisch komplizierte Archangelsk-Variante, die sich zuletzt auch auf höchstem Niveau bewähren konnte. Kasparow zeigte sich sehr gut vorbereitet und es kam zu einem spannenden Kampf mit asymmetrischer Materialverteilung. Kramnik musste eine Stellung mit zwei Läufern gegen einen Turm und zwei Bauern seines Gegners verteidigen. Obgleich die Läufer zunächst ziemlich inaktiv postiert waren und sowohl die Kommentatoren, als auch FRITZ 6 ein klares Plus für Kasparow analysierten, konnte Kramnik durch erfindungsreiches Spiel die Stellung für seine Läufer öffnen und ein umkämpftes Remis erreichen. Der derzeitige Zwischenstand von 6.5-4.5 für Kramnik lässt noch einen spannenden weiteren Verlauf des Wettkampfes erwarten. |
Dienstag, 24. Oktober 2000 Kramnik gewinnt seine zweite Partie mit den weissen Steinen gegen Garry Kasparow. Dieser griff nach den wenig erfolgreichen Versuchen mit "seinem" Grünfeldsystem und dem angenommenen Damengambit erneut zur Nimzoindischen Verteidigung und musste Kramnik nach einer, zumindest oberflächlich betrachtet einseitigen Partie bereits im 25.Zug die Hand zur Aufgabe reichen. Ohne die Partie analysiert zu haben, scheint mir ein taktischer Fehler Kasparows bei der Einschätzug einer langen forcierten Variante im 14.Zug die Basis der späteren Niederlage gelegt zu haben. In schlechter, wahrscheinlich verlorener Stellung griff er dann ein zweites Mal entscheidend Fehl und spielte 23...Tf8 anstelle des besseren 23...h5. Zwei Züge später war die Partie vorbei und Kramnik konnte seinen Score auf 6-4 ausbauen. |
Montag, 23. Oktober 2000 In London spitzt sich der Kampf zwischen Kramnik und Kasparow weiter zu. Nachdem Garry Kasparow in der sechsten Partie mit dem angenommenen Damengambit noch einmal haarscharf an einer Niederlage vorbeigeschlittert war, nahmen sich beide Spieler in der siebten Partie eine kleine Auszeit und vereinbarten ein Remis nach elf Zügen. In der achten Partie kam es erstmalig zur Nimzowitsch-Indischen Verteidigung, in der Kasparow als Schwarzer einen Bauern für starke Initiative gab und trotz erneuten Damentausches endlich einmal eine taktische Stellung aufs Brett zaubern konnte. Kramnik verteidigte sich jedoch zäh und konnte zum Schluss in eine Remistellung mit ungleichen Läufern bei allerdings zwei Minusbauern abwickeln. In der neunten Partie erwies sich die Berliner Verteidigung Kramniks erneut als unüberwindbares Bollwerk für den Champion, der, gerade als er sich zum Einsammeln seiner Vorteile anschickte von einer taktischen Ressource Kramniks überrascht wurde, die zum einem glatten Ausgleich führte. In den letzten beiden Partien schien Kassparow seinen Kontrahenten erstmals ein wenig weichkochen zu können. Noch aber halten die Verteidigungsmauern des Herausforderers. |
Montag, 23. Oktober 2000 Das Essent GM-Turnier wurde eine sichere Beute des Fide-Weltmeisters Alexander Khalifmann, der die Konkurrenz mit 2.5!! Punkten Vorsprung regelrecht vorführte. Ein rabenschwarzes Turnier erwischte Judit Polgar, die kein Bein auf die Erde bekam und mit enttäuschenden 1.5 Punkten die rote Laterne mit nach Hause nahm. Endstand: 1.Khalifman, Alexander (5.5); 2.Timman, Jan (3.0); 3.Galkin, Alexander 2.0; 4. Polgar, Judit (1.5) |
Montag, 16. Oktober 2000 In Hoogeven hat ein stark besetztes Viererturnier unter Teilnahme "eines" Weltmeisters begonnen. Nach zwei Runden und zwei Siegen führt der FIDE-Weltmeister Alexander Khalifmann vor Judit Polgar, Jan Timman und Alexander Galkin (ELO 2587). |
Montag, 16. Oktober 2000 Der Zweikampf zwischen dem "alten Hasen" Nigel Short und dem Jungstar aus Frankreich endete mit einem recht klaren 4:2 für Nigel Short. Etienne Bacrot konnte die Partien eins und vier remisieren und die fünfte gewinnen. Er unterlag jedoch in den restlichen Partien zwei, vier und sechs. |
Sonntag, 15. Oktober 2000 Die 5.Partie endete mit einem Remis nach 25 Zügen. Kasparow wählt eine Variante der Englischen Partie, die dem Weissen positionellen Druck auf die schwarze Stellung ermöglicht. Kramnik verteidigt jedoch umsichtig seine Schwächen und kann Schritt für Schritt ein Gegenspiel entwickeln. Nach 25 Zügen muss Kasparow einsehen, dass er Kramnik heute wieder nicht schlagen kann und fügt sich in einen Remischluss bei noch relativ vollem Brett. |
Sonntag, 15. Oktober 2000 Die vierte Partie des Wettkampfes hätte dramatischer nicht sein können. Kasparows Versuch seinen Kontrahenten mit der Annahme dessen Damengambites zu überraschen ging furchtbar nach hinten los. Nach zäher Verteidigung in schlechter Stellung fand sich der Champion in einem Endspiel mit je einem Turm bei Figur und Bauern weniger wieder und alles sah nach einem sicheren Sieg Kramniks aus. Nachdem der Herausforderer jedoch die nötige Konsequenz und Fantasie vermissen liess, endete die Partie in einem Remisendspiel K+T+S gegen K+T, dass Kramnik nicht mehr für sich entscheiden konnte. Die 5.Partie am Sonntag, 15.10. sieht Kasparow mit Weiss, der langsam in Zugzwang gerät... |